Danmarks Breve

BREV TIL: Frederik 2. FRA: ukendt (1562-08-11)

11. Aug. 1562.

Indberetning til Kong Frederik II fra de danske Gesandter i Lifland om Forhandlingerne angaaende Sonnenburgs Overlevering til Danmark.

Durchleuchtigster, grossmechtigster, hochgeborner furst, gnedigster konig vnd herr, negst vnderthenigster erpietunge vnsers gehorsamen pflichtt willigen dienstes. Ewer kon. mayt. mugen in vnderthenigkeit wir nicht Vorhalten, das wir vff die vorgehende prepartion, sso durch Diderich Behren mit dem hern vogt zur Soneburgk geschehen 1 vnd s. 100 ewer kon. mgt. wir im iungstgethanen schreiben vnderthenigst vormeldet den 9 Augusti alhier zur Arensburgk mit gemelten hern vogt die vnss beuholene handlunge vorgenhommen vnd ime negst ewer kon. mayt. gnedigst zuentbieten vnd begrussunge ew. kon. mgt. gnedigste neigunge kegen ime vff das vleissichste angezeiget vnd vormeldet, vnd dieweile die handelunge mit seiner ehrwird. rhat, vorwissen vnd willen solte angestellet vnd auch seiner dar inne mit dem besten in alle wege gedacht werden, haben wir von derselbigen mittel vnd wege, daruff der handel bei dem s. 101 gewesenen hern meister 1 vorzunhemen vnd zurichten wer, vorzuschlagen anfenglich begeret, domit ehr, zuuor vnd ehr darinne schlislich etwas vorhandelt, allenthalben befridiget vnd seines gebietes halben rechtmessige vnd gepurliche erstatunge erlangen muchte. Darautf er sich entlieh alsso ercleret vnd diese vnuorgreiffliche vorschlege gethan: erstlich wan er ein stucke geldes, odder sso das schwerlich wie wol vormutlich auffzubringen wer, etzliche landtguter in Churlandt fur die abtrettunge seines gepietes erlangen muchte, oder zum letzsten, sso er zum theill mit gelde zum theil aber mit landtgutern alsse nemblich mit einem hausse Neuborgk genanth muchte abgelegt werden, wolte er in pilliche handlunge sich einzulassen vnbeschwert sein. Vnd hatt sich der her vogt letztlich erpotten, da alle handlunge vber zuuorsicht entsehen vnd vnfruchtbarlich abgehen wurde, wolte er doch das hauss Soneburgk in keines andern gewaldt, es wurde ime dan gewaltiglich abgedrongen, ohne ew. kon. mgt. vorwissen kommen lassen, in vnderthenigster hoffnung, ew. kon. mgt. ime in der noth nicht vorlassen, sonder gnedigst schutzen vnd hanthaben werden, des er sich s. 102 vngezweiffelt in disen geschwinden vnd fherlichen leufften zu ew. kn. mgt. vnderthenigst vorsehen vnd vertrösten will. Er hatt sich auch vorwilliget in den nothfhall, sso der suedisscher oberster 1 etwas feintlicher weise widder ime anfangen vnd ime mit gewaldt vberziehen wurde, ew. kon. mgt. regementh vnd wapen zu sich vff das hauss Sonneborgk zunhemen, sso sterck alss es die notturfft erfordern wurde, dem er alsso gewislich nachzusetzen Zusage gethan hatt. Was wir, gnedigster konigk vnd her, weiter in dieser sachen bei vnsern gnedigen fursten vnd hern, hertzogen Magno etc., vnd dem gewesenen hern meistern beschaffen werden, ewer kon. mgt. mit erster gelegenheit solches vnderthenigst zuuormelden wir in keinen wege vnderlassen werden. Was auch fur newer zeitunge vnss glaubwirlich(!) furkommen ist, haben ew. kon. mgt. in inligende vorzeichnuss gnedigst zuersehen, vnd was desshalben vorzunhemen die hohe noth erfurdern will, ew. kon. mgt. gnedigst zubedencken wir vnderthenigst willen heimgestellet haben, dieselbige hiemit dem almechtigen in seinen gewaltigen schutz bei christlichen koniglichen regementh, langwirige leibsgesuntheit vnd alle gluckselige wolfhart lange zu fristen vnd zuerhalten gantz getrewlichen beuhelende. Datum vff der fherstedte Torckhoff 2 den elfften augusti anno etc. mdlxij.

Ewer kon. mayt.
vnderthenige gehorsame
Diderich Behr
zu Stoltige.
Herloff Trolle
zu Herloffsholm.
Albrecht Knopper.

[Paa et vedlagt Blad:]
Zeitunge.

Es hatt vnss heuth einer Hans Schnatbawm 3 , ew. kon. s. 103 mgt. diener, sso noch innerhalbe achte tage binnen Reuel, darhin er allerley zuerfharen geschickt whar, gewesen, berichtet, das gewisse zeitunge von Stockholm gen Reuel kommen auch den burgern darselbst ire hantttirunge darnach zurichten offentlich vorkundet worden, das zwisschen den konig zu Schweden vnd dem Moscouiter ein friede vff 20 ihar behandelt vnd auffgerichtet sel der gestaldt, das der Moscoviter Wirlandt, der Schwede aber Harrien behalten soll, vnd solten ssie sich beide kegen den konig zu Polen etc. vnd den orden vorpunden haben. Vnd ist auch derhalben eine richtige scheide von einen russisschen baiaren den Statthalter zu Narue zwisschen Harrien vnd Wirlandt vffgerichtet, das alles, was vff iene seith der weissen Ahe, russisch, was aber vff dieser seith derselben Ahe gelegen, schwedisch sein vnd bleiben solle, das alsso die arme vnderdruckte Wirisschen vber gethane Zusage vnnd beschehene vortröstunge erbarmlich vorlassen vnd sich nuhn den Russen zu vndergeben notwendiglieh gedrongen werden 1 .

Derselbe russissche baiar ist den 3 augusti zu Reuel einkhommen vnd statthch von dem Statthalter darselbst empfangen worden, vnd hatt der Russe alle die schwedissche gefangene mit sich gebrocht vnd ohne alle entgeltnuss frei gelassen.

Item das der Schwede das lehen alten Kolcke einem edelmhan Rute genant vnd den newen Kolck einen andern schwedisschen edelmhan solle vorlhenet haben, wie sich dieselbigen habe vorlauten lassen 2 . Zwo dorffer aber von s. 104 emselbigen gute vber die weisse Ahe gelegen solte sich der Russe zugeeigent haben. Es hatt auch ein rittmeister Valentin Kittel dem Schweden zustendig fur die wharheit berichtet, das der hertzog von Finlandt 1 mit seinen broder den konig auffstortzig worden vnd mit vnwillen von ime abgescheiden sein. Mhan sagt, das er bei der kunig. durchleuch. zu Polen vmb audientz angeworben habe, die ime solte abgeschlagen sein.

Der schwedisscher oberster Clawes Christierson ist fur achte dagen von Reuel mit alle sein krisvolck abgezogen vnd, wie mhan sagt, fur den Wittenstein gerucket, welches hauss ime auch schwerlich entstehen kan, dieweil das ahn profiant vnd andern dingen mangel fur handen vnd die zufhur vorlegt ist. Auch ist Iaspar von Oldenbuckem vor vierzehen tagen von dar gefordert vnd ahn die kon. dr. zu Polen etc. bescheiden, dar er auch gewislich hingezogen.

Diss ist das gemeine geschrei binnen Reuel, vnd ist auch allenthalben landtruchtig, das aber Caspar von Oldenbuckom wie gemeldet von den Wittenstein von der kon. dr. zu Polen etc., ehr der Schwede darfur gerucket, abgefordert ist, geberet vns allerlei nachdencken, insonderheit weil solchs auch zuuor mit Padiss vnd darnach mit der newen Pernaw, daruon der her von Dhon 2 gleicher gestaldt fur die eroberunge abgefurdert wart, geschehen. Es lassen sich die hendel ansehen, als wen ein collusion darunder wer, den sonst der konig zu Polen etc. den dingen vnsers s. 105 erachtens leichtlich hette furkommen konnen. Vnd wil derhalben die hohe noth erfurdern ein sonderlich fleissig auffsehen vff diese lande zu haben, dan sich die dingen alhie wunderlich vnnd seltzam ahnlassen, wie ew. kon. mgt. wir weitleufftigern bericht in kegenwertigkeit daruon zuthun in vnderthenigkeit nicht vnterlassen konnen, ew. kon. mgt. gantz vnderthenigst bittend, dieselbe diss vnsers trewhertzig, wolmeinend, emselligs, vnterthenigst bedencken nicht anders dan mit gnaden auffnhemen wolle etc. Datum vt in literis.

Wir haben einen gewissen botten ahn Thomjss Wrangel 1 , vorwesern des stifftshauss Reuel, mit brieffe abgeferdigt. Wen der widderumb zu vnss in Churlandt kommen wirt, werden wir weitern bescheidt erfharen ew. kon. mgt. furderliche vnderthenigst zuuormelden.

Orig, i Rigsark., Lifland A. Det kgl. Statholderskab vedrør. 1560—62. — Samme Haand har skrevet Alt, ogsaa den Brevet vedlagte «Zeitunge». Efterskriften er skrevet med andet Blæk.