Danmarks Breve

BREV TIL: Arní Magnússon FRA: Johan Cornelius Kellerman (1697-09-14)

M. J. C. KELLERMAN TIL ARNE MAGNUSSON. Hamburgd. 14. 7br. A0 1697.

Trykt efter orig. i AM. 909 B, 4to. Privatforhold, forretninger, politik. Adr. Mr. »Arnas Magnæus«.

Mon tres honore Patron

Die starke hoffnung, von dero wehrtem wolergehen, hat sich seit meiner letzten auffwartung auß Leiptzig nicht verringert, sondern vielmehr ümb ein grosses vergrössert, vielleicht daher, weil einem daßjenige, waß man hertzlich wünschet, am allerwahrscheinlichsten vorkömpt, läst mich meine hoffnung nun nicht irren so wil besländige Continuation ferner wünschen. Ich erinnere mich jüngst gemeldet zu liaben, daß ich noch einige zeit zu Leiptzig verharren würde, aber der tödtliche hintrit meiner geliebten Mutter hat mich vor einigen wochen unvermuhtet nach hause geruffen, daß ich also dero befehl daselbst ferner schwerlich werde nachleben konnen, worzu ich mich aber hiesiger orten umb so viel williger wieder verbinde, solte dennoch aber etwas von mir schrifftlig darin können observiret werden, so werde im geringsten nicht ermangeln. Einlage von Mons. Ekard ist mir zu schleüniger beforderung zugesandt, weßwegen selbiges auch gerne abwarten wollen, nebst bericlit, daß auff verlangen meines Hr. Schwagers heute mit einem Kauffman geredt, welcher an seinem man daselbst ordere stellen will, so bald die zahlung erfordert wird, richtigkeit zu machen, ich erwarte nur mit ehesten, wie mon Patron hierin zu verfahren ordiniren werde. So offt ich anitzo der grossen Polnischen und Sachsischen mutation gedenke, so offt wünsche ich über diesen zustand mit sie zu conferiren und mü(n)dlich zu vernehmen, waß doch dero Sentiment von jetzigem Statu sein mochte, welches verlangen die weite fernung mir aber ungütig vernichtet, solte ich aber so glüklich sein, mit einer schrifftlichen visite beehret zu werden, so wil ich rechnen daß ich nichts von meinem begehren entbehre, s. 269 worumb dan nebst Submisser Salutation von meinem Vater Verharre

Mon Patron Votre tres obeissant
M. J. C. Kellerman.