Danmarks Breve

BREV TIL: Frederik Günther FRA: Christian 4. (1640-11?)

Novbr. 1640? 2)
Til Frederik Günther.

Kongens Randbemærkninger til en af Dronning Maria Eleonoras Sekretær Tobias Cleinau overbragt Memorial angaaende hendes Forhold til Kurfyrsten af Brandenborg, til den svenske Regering og til Adam Heinrich Pentz. — Geh. Ark., Sverig A, Brevvexling med Dronning Maria Eleonora.

s. 73 Memoriale für vnsern Secretarium vnd lieben getreuwen Tobiam Cleinau, was er von vnserentwegen bey I: K: W: dem Könige in Dennemarck zu verrichten hatt.

1. Soll er Sich auffs schleunigste von hier nacher Coppenhagen oder an was ortt vnd Stelle I: K: W: anzutreflen Sein werden, verfügen vnd negst erbietung vnsers freund-muhmlichen grusses folgendo puncte I: K: W: von vnserentwegen mit gebührendem fleise proponiren vnd vortragen.

2. Weill wir laut vnser frau Mutter Sehl: 1) Testamente eine ansehnliche Summa geldes von Seiner Liebden dem Churfürsten von Brandenburg zu fordern haben, wie Solches die beyfolgende specification mit mehrem aussweisen thutt, zu betordern ihm wolle angelegen Sein lassen (wie dan I: K: W: Sich Solches gegen vnss freundvetterlich anerbohten haben), damit vns wegen vnser frau Mutter Sehl: Testaments eine billige Satisfaction wiederfahren möge.

Alss Soll er högstermelte I: K: W: (alss welche von vnser fran Mutter Sehl: zum Execu tore des Testaments erbehten worden) von vnserent wegen ersuchen vnd bitten, das I: K W: deroselben hochgeltenden authoritet nach, bey Seiner Liebden dem Churfürsten iu Preusen vnsere Sache dahin

Dass ich mich solthe I: L: frawmutter Seliigen testament zu Exequiren vndternommen haben, Das ist mir vnbewust.

s. 74 3. Weill wir auch befürchten, dass bey itzigem schlechtem zustande Seiner Liebden der Churfürst vnss keine vollkommene Satisfaction wegen vnser prætension wirt geben können.

Alss wolle vnser Secretarius I: K: W: von vnserent wegen höchlich bitten, dass I: K: W: dennoch gleichwoll Seiner Liebden den Churfürsten dahin disponiren wolle, damit vnss zum wenigsten das Ambt Angerburg eingereumet werden möchte, vnd wir da Selbsten vor erst vnsere hoffhaltung mögen anstellen können.

4. Wegen vnser Sache mit der Regierung in Schweden Soll er I: K: W: berichten, dass die Selbe auff vnsere schreiben biss hero nichts ge-antwortet, was aber die Selbe I: F: G: dem Hertzogen von Hollstein zugeschrieben, wie auch Sonsten Deroselben gesandten mündlich geantwortet haben. Solches alles soll er l: K: W: mit gebührendem fieise vnterthänigst referiren vnd berichten. Daneben I: K: W: er höchlich bitten Soll vnss mit hülfie, rahtt vnd trost beyzu-springen, wie wir vnsere gerechte Sache mit der Regierung in Schweden zu glücklichem ende aussführen vnd vnsern vnterhalt von ihnen erlangen mögen.

Beii dem Churfursten wiil Ich gerne beforderlich sein, so weiit mugelich, Aber Es steed zu besorgen, das Es vergeben seiin wiirdt, Das I: L: ihren Staadt darauff nit machen kan.

Disser Punct ist dem fohrigen gleiich. Was Intersedendo gesken kan, das soll gerne geskeen.

Disser Ist Ein Suehrer Punct. Das ich I: L: in dem fall Rathen solthe, wordurch allerhandt vngelegenheiit zuiisken dy Nationen Erwaxen konthen, das ist sehr bedencklich, Dan das wolthe viil weiitleufftigkeiiten gebehren, weiil beii der Regiirung kein anders zu hoffen ist dan das, was I: L: skon bekandt ist.

s. 75 5. Weill auch zubefahren stehet, dass wir etwan von die Regierung eine abschlägige antwort bekommen möchten, dass Sie vns, weill wir in Deutzschlandt Sein, keinen vnterhalt aus Schweden möchten geben wollen, Alss Soll Sich vnser Secretarius bey I: K: W: rahts erholen, wass wir auff Solchen fall in der Sachen weiter vernehmen vndt thun Sollen.

6. Dafern dan I: K: W: vor rahttsahm bofinden möchten, das, sobalt derRegierung wiederwertige vnd abschlegige resolution vns zu kommen wirt, wir vnss von hier erheben vnd (weill wir Sönsten keine andere aussfluchtt wissen) vnss nacher Preussen begeben Sollen, Alss Soll er vnserentwegeu I: K: W: höchlich bitten, dass dieselbe mit deroselben Orlogs Schiffen vnss auss Hollstein nacher Königsberg wollen abführen lassen.

7. Weill wir auch hiebevor vnserm gewesenen Marschallen Adam Heindrich Pentzen 1) 2000 Rdlr. zu treuwen händen vbergeschicket haben, zu keiner andern meinung, alss dass er vnss Solche gelder, wen wir auff deutzschen bodem gelangenn würden, wiederumb vberlieffern Solte, wir aber bisshero Solche gelder von ihm in der gütte nicht erlangen können, Alss Soll vnser Secretarius von vnserentwegen I: K: W: ersuchen vnd bitten, dass I: K: W: deroselben HoffRahtt den gemelten Pentzen dahin halten wolle, damit er vnss Solche 2000 Rdlr. ohne verzug wieder heraussgeben vndt nicht lenger wieder alle recht vnd billikeit vorenthalten möge.

Zu dem Punct ist noch wehniger dan zu dem fohrigem zu andtwordten, ich wolte dan alles aus meiinem beuthel herlangen.

Dii transportation ist woll zu thun, aber wii es interim soll zugeen, weiil dii Regii[r]ung in dubio steed, was sii miir andtwordten wollen, Dan mein skreiiben werden sii nit beandtwordten Ehe auff den Reiixtage.

s. 76 8. Weill wir auch gemeltem Pentzen vnser brautbette, welches auff Incarnat rohten Sammetmit golt vnd Perlen köstlich gesticket, mit dieser Condition zugeschicket vnd zu verehren versprochen haben, wen er vnss auss Schweden helffen würde. weill er aber, seinem hohen eydtlichen betheuren zu wieder, die handt von vnss abgezogen vnd mit der Sachen nichts zu thun haben wollen. Alss Soll vnser Secretarius I: K: W: ersuchen vnd bitten, dass I: K: W: den Adam Heindrich Pentzen dahin halten vnd ihm aufferlegen wolle, damit er vns das bette wie auch etzliche andere Sachen mehr, welche wir Seiner frauwen zu treuwen händen gelieffert vnd auff eine zeitlang, biss wir auss Schweden in Deutzschlandt anlangen möchten, zuverwahrenn anvertrauwet haben, ohne wiederrede oder verzug wiederumb lieffern vnd wieder nicht alle recht vnd bi11ikeit vorenthalten möge.

Dii beiide puncta betreffende, So sehe ich kein Negrem weck dahmit zu Recht zu kommen, dan das I: L: Den von Pendtzen ordentlicher weiisse bespreche, worauff zu andtwordten Ich Ihm gerne haldten wiill, weiil Er nit leuchnett, dass Er 2000 daler von I: L: Emphangen habe, Aber auff seiin verdiindtes sallarium. Das Bette habe I: L: seiiner frawen geskenckett.

Udskrift: Friiderich giintheren zu handen.