Danmarks Breve

BREV TIL: Frederik Günther FRA: Christian 4. (1577/1632)

Til Frederik Günther.

Udkast til en Ordre til Marqvard Pentz om Bygningsarbejder paa Segeberg og Wandsbeck Slotte. — Geh. Ark.

Befhelich ahn her Markuardt Pendtzen 1) , Dass Er dass Segeberrig Ihm fohrigem Stande wiider-uhm bri[n]gen Soll Nachfolgender gestaidt:

1. Soll dass hauss, So wber der Obersten Porthen ist, dergestaldt zugerichtet werden, dass mein Lossomendt Oben vndt dess amdtmanss wnthen sey. Auss demselbigen Obersten Lossomenthe Soll Ein ganck ihn den Runden torm gemacht werden, also dass ihn dem dii Slaffkammer seyn kan. Dess graffuen kammer soll zu dem kammer Iuncker Oder kammerdiner gebra[u]chet werden, vndt der ganck von meiner Stuben dahrein gehen, vndt dii treppe, Dii Itzo dahrzu hinauffen gehet, soll weckgebrochen oder zugemauret werden.

2. Der Stall soll mit dehm ersten fohr dii hand genommen werden, auffdass man dass gewelbe noch Erretthen konthe, auch fertig gemacht werden, also dass man Pherde dahrein Stallen kan.

3. Der Runder tuhrm soll von aussen gebesserdt werden vndt mit zuene bodem wber dii forgemelthe bett-kammer gemacht werden, wohrauff man Stycken gebrauchen kan. Zu denselbigen beiden bodemst soll der auffganck von aussen von dem wechtergange kommen. Derselbiger thurm soll mit eine platte Spidtze gedecket werden. Vnther der Obengemelthe Betkammer soll auch Ein gemack zuu meinem Sneider oder anderen auffuartheren gemachet werden, zu welcher kammer der Einganck vom Plandtze (!) gehen soll. Ihn allen kammeren sollen Skorstein s. 104 gemacht werden, welche wol vber di Spidtze hin auss geen sollen.

4. Dass hauss, dahr dii kyche, Brauhauss vndt Back-hauss fohrhiin gewehssen, daaselbst soll ess noch verbleiben, vndt Soli Es dergestaldt zugerichted werden, dass man dass wntherste Backhausses nicht vernöthen.

5. Dass Runde hauss Soll wiideruhm Ihn sein fohrigen standt mit dach vnd Bodem, Iedoch mit mehren Skys-löcheren vber den keller, gebracht werden, wieauch der keller renoviret.

6. Dass hauss, wohrein di Borchstube gewehssen, Soll von Binnen ausgebawet werden, also dass wnther dii Chanseleien vndt Oben herrengemecher Sein könne.

7. Dii Batherie, So nydergefallen, soll wiideruhm auff-gebawet werden vndt mit Ein dach wberdecket werden.

8. Dass hauss, wohrein zuuorn gebacken ist, Soll zu Lossyrung Sneyder lungen, Lackeien vndt dergeLeychen verfertiiget werden.

9. Dy wechtergenge Sollen alle repariret werden, also dass man gemechlich kan heruhmmer kommen.

10. Der weck zuysken der Porthen vndt dem Borch-plaadtz soll Souyl muglich gemacht werden, dass man mit waagen darauff faahren kan.

Weill nuhn disses alles auff Ein Iahr nicht geskeen kan, alss Soll ahn dissem forgeskribenem gebeude lehrlich Neun hunderdt & Lybsk verbawet werden, welches biss zu fullendtzihung, wie obengemeldet, continviren Soll. Iedoch Soll Er lehrlich Ihn der Renthereie guthe rechnung thun, wohr sii nach dissem forgeskribenem befhelich ahngewandt Seind.

Wahn auch disser Erstkunfftiger Sommer passiret, Soll er sich alsdan Erkleren, wie balde Solches gebeude kan fullendtzogen werden.

Zu wandesbecke 1) Soll gemacht werden :

1. Dii dehlen auff dii Oberste gemecher Soll mit s. 105 gybss gegossen werden, wohrzu Er einen guthen meyster gebrauchen Soll.

2. Dii wbersten gemecher sollen mit dönnichwerck wnther dehm boden gemachet werden, welches Er mit Eiinem meyster verdiingen soll vndt folgendt mihr wissen lassen, wass Er dahruor begehret.

3. Whm dii wende Sollen gesymsse von holdtze gemacht werden, wohran man gewaandt Oder ander zeuch hangen kan, die Elle desselbigen gesymss auff 2 & Lybsk. Dem wercke geleich sollen auch Portaalen vndt dyhren gemacht werden, wieauch hinfhuro ahngestrichen. Dii fensterss, so nicht diinlich, Sollen repariret vndt ahngestrichen werden. Dii zueene fensterss, So geraade wber der Porten seindt, Sollen geleich den anderen gemacht werden vndt mein Nahme vndt waapen wber der Porthen gebracht werden. Von dissem soll ein wberslag gemacht werden vndt mihr strax zugeskicket werden.

4. Der kuchenskorstein Sol nydergerissen werden vndt also wiideruhm auffgebawet werden, dass man des Rochss 1) Endfreyet Sey.

5. Dass gemack, So wber dem dohr ist, wiiauch dass, so demselbigen keegenuber ist, Sollen ihn zuene theile gethelet werden, also dass ahn beide Örther Eine sonderliche Stube vndt Eine Sonderliche Slaffkammer werden kan.

6. Zu Eynichliche von den wubersten kammeren Sollen zuene thyske vndt 8 Style gemacht werden, doch sollen dahrunther nuhr zuene thyske sein, dy man ausstrecken kan. Sonsten sollen alle thyske vndt Style von Eiiner högthe, Breithe vndt lengde Sein.

Udskrift: Fridericho gynther zu handen.