Danmarks Breve

BREV TIL: Anna af Brandenburg FRA: Christian 4. (1614-04-25)

25. April 1614.
Til Kurfyrstinde Anna af Brandenborg.
Kongen meddeler, at han ikke kan efterkomme Kurfyrst Johan Sigismunds Indbydelse til at aflægge ham et Besøg, at Hertugen af Brunsvig med det første vil komme til Brandenborg, og at Apotekerlærlingen vil blive sendt af Sted om faa Dage. Det begærede Laan paa 60 000 Rdl. kan han ikke bringe i Stand, da han nu har forladt Hertugdømmerne, med mindre man vil give Tolden i Lenzen som Erstatning; i saa Tilfælde vil han skaffe Kurfyrstinden et Laan paa 100 000 Rdl. eller mere. — Brandenburg-Preussisches Hausarchiv i Charlottenburg, Berlin.

Freundtliche, Liebe Schuester, wahn Es dihr noch wohl erginge, wehre dasselbige mihr Eine hertzliche freude zuuernemmen. Hieneben kan ich dihr nicht bergen, dass ich gestern aabendt speet zue deiner Schreiben, so den 17. vndt 18. disses lauffenden Monadtz Datiret, zu meinen handen bekommen vndt darauss die lenge nach deine meinung vndt begeren vernommen. Wass nuhn ahnlanget meiness Schuagern vndt Brudern begerendt, dass ich zu ihm kommen wolthe, Solchess kan nuhmer nicht geskeen, dan ich mich nuhn alhero ihnss Reich widerum begeben vndt alhie so viel geskeffte s. 31 fohrgefunden 1 ), dass ich Ohne grossem Skaaden nicht Einen tag kunthe weck sein. Darhiemit weist du woll vndt fast Ein gross teill der wmligende orther, wiie lange ich vergangen herbst zu meinem nicht geringem beschuer da Liigen muste wiider allem genommenem abskeide 2 ). Der hertzog von Braunswich ist den 14 disses monadtz von mihr zu hadersleben gezogen vndt verhoffe mit Gotlicher hulffe, er wirdt nuhmer widerum zu hausse sein, vndt habe woll so viil vernommen, dass er mit dem Ersten, wan er gelegenheit darzu haben wirdt, zu euch kommen wirdt, vndt hoffe, dass, ob godt will, alless woll gudt wirdt 3 ). Der Apotecker Iung 4 ) soll ihn wenich tagen abgefertiget werden. Er hatt sonsten ihn viill sachen Einen zimlichen ahnfanck, Sonsten mit dem Sucker backen weiss er keinen Sonderlichen beskeit. Wass nuhn dass geldt ahnlanget, alss nehmlich die Sexig thaussendt tahler, worfohn ich dich von haadersleben auss geskriben 5 ), dieselbige seindt nuhmer ihn der begerten zeit nicht muglich auffzubringen, dan ich wie obgemeldet nuhn mich alhero begeben vndt nuhn so weit von den orthen, dass nicht muglich so balde bodt darhiin zu bekommen. Wahn ichs selbest hette, so wehre ess eine sache (weichess nicht ist, dan ich noch etzliche hundert thaussendt taler auff kunfftigem wmslage Erlegen muss) 6 ). Darzu muss man sich s. 32 der Versicherung halben erstlich vergeleichen, endtweder auff genuncksam burgeskaff vndt, ihn verseumung derselben, etzliche orther zum wnderphandt Oder auch gewisse Emther, woruon man alle Iahr die Renthen haben konte, vndt wolthe nicht raathen, dass du itziger zeit solthest etwass auffnehmen, dan, wie ich dihr zuuorn geskriben, die fulle Renthe doch auff dem kunfftigen wmslag muss erleget werden.

Wahn aber ess darhiin kunthe gebracht werden, dass der zoll zu lendtzen 1 ) ihnen pro qvota vndt auch mihr pro mea qvota muchte Eingereimet werden, also dass wihr denselbigen ihn den henden hetthen vndt dass vnserige darauss hetten vndt dass wberige meinem Schuagern lissen, alsdan wolthe ich mich wmhören, ob auff kunfftigem wmslage hunderdt thaussendt thaler oder mehr kunthen ausgethant werden, vndt welchem theill ess zu foddern oder auszuzeelen gelegen sein wurde, dasselbige muss nach Einem halben Iarss fohr dem wmslage losskundigung Einem Ihlichem frei steen zu thun, wohrauff ess auch richtig folgen muss nach dem gebrauch disser landen. Weil nuhn disses nicht von ringen importantien, So will ess vernothen sein, dass vorher vhm disse Sachen weither gehandeldt wirdt, auffdass man sich nicht in ein mehr weitleufftickeit bringe. Weichess alless ich fuhr eine Notthurfft erachtet habe dihr zur freundtlicher andwordt hinwiderum zu wissen lassen vndt dich nuhmer nicht lenger auffhalthen will, Sondern dem gewaltigen Schutz Gottess dich ganss getrewlichen befhelen thu vndt bleibe allezeit dein getrewer Bruder

Christian.

Datum Frederichsburch den
25 Aprilis Anno 1614.

Udskrift: Ahn Meine Hertzliebe Schwester die Churfürstinne zu Brandenburch.