Danmarks Breve

BREV TIL: Jakob Peter Mynster FRA: Philip Marheineke (1839-02-11)

Fra Marheineke.
Berlin, 11. Febr. 1839.

Ew. Hochwürden empfangen hiebei, was mir durch die gegenwärtige Lage unserer Kirche abgedrungen worden. *) Der Papismus se$$*t uns in unserm Lande so arg zu, dat wir uns nothwendig, wenigstens geistiger Weise und durch’s Wort, wehren müten. Sie haben zwar in Ihrem Lande Ruhe und Frieden nach dieser Seite hin; wenn es aber den ultramontanen Bewegungen gelingen sollte, bei uns zu siegen, glauben Sie nicht, dat die Reihe dann auch an Dänemark kommen würde? — Da Hohe wie Niederen bei uns an dieser Sache den lebhaftesten Antheil nehmen, so ersuche ich Ew. Hochw., die beiden andern Exemplare des Buchs an S. Maj. Ihren König und S. Königl. Hoheit den Prinzen Christian gelangen zu laten. Im Sommer hatten wir das Glück, den Prinzen Christian mit seiner Gemahlin hier in Berlin zu sehen. Sie zeigten sich bei uns in aller Liebenswürdigkeit und Herablatung.

Am Ende Octobers feiern wir hier das Jubiläum der Einführung der Reformation in die Mark Brandenburg. Ich weit noch nicht, ob förmliche Einladungen dazu nach auten hin erfolgen werden. Aber wäre es nicht noch viel schöner, wenn Sie, auch ohne dat dergleichen erfolgten, bei uns erschienen, um die dänische Kirche zu repräsentiren? — Ich rechne mit Sicherheit darauf, Sie bei uns zu sehen, und wie freue s. 194 ich mich darauf. Die Tage sollen Ihnen hier angenehm genug vergehen. Mit den besten Wünschen für Ihr und Ihres Hanses Wohlergehen

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Ew. Hochw.
ganz ergebenster
Marheineke.