Danmarks Breve

TAGEBUCH. *) Nogle sammenhseftede A...

s. 106 s. 107 TAGEBUCH. *)

Eide. August 23. Donnerstag.

Gestern Morgen machten wir eine Tour nach Collen um dessen Höhe zu messen, dieser Hügel giebt treffliche Weide und ist fast bis zu seinem Gipfel mit Grasz bedeckt. Dryas octopetala ist hier ungemein häufig jetzt in vollen Samen. Auf dem Gipfel versuchten wir die Höhe durch einen Stein zu messen. Die Zeiten waren in den drei Versuchen 10”, 11”, 9.5” so dasz wenn wir jo” als die mittlere Zeit annehmen, 10X10X15 = 1500 Fusz wäre. Allein der Widerstand der Luft macht bedeutend. Die Messung mit dem Barometer zeigt etwa 1160 Fusz. Zwei Pflanzen auf Faerøe zeigen wenigstens die Wandrung der Pflanzen, das ist Scilla verna die von Süden kömt und bis Labro und Wøji gekommen ist. In Schettland und Orkney ist sie häufig. Und Dryas octopetala die von Norden kömt und bis Mallesfiall und Collen gekommen ist.

Am Nachmittage gingen wir zu Boote nach einer kleinen Bay Sjenden genannt (das heiszt die 7te Bai an der Ostseite von Stromøe: 1 Kalbak, 2 Kolle, 3 Thorsviig, 4 Qvalviig, 5 Haldersviig, 6 Tiorneviig).

Die Küste von Tiorneviig bis Sjienden ist sehr schön; ein kleiner Sund führt zwischen einem loszgerisznen Felsen Stocken genannt und Stromøe hin, und ist etwa 25—30 Fusz breit zwischen 6—800 Fusz hohen Felsen; die Klippe an der Seite von Stromøe ist so überhängend, dasz das hinabstürzende Wasser jenseits des Boots fiel. Hier ist eine Hole die ganz durch den Felsen geht und die Sigmundahal von Sigmund Bresteson heiszt, der einmal von seinen Feinden verfolgt durch die selbe schwamm s. 108 und so entkam. Dies ist vielleicht dieselbe Geschichte als sein Schwimmen nach Suderøe. Der Weg von Sjienden nach dem Gipfel von Myling ist beständig unter einem Winkel von 300 und der beschwerlichste den ich macht habe, wir gebrauchten 3/4 Stunde. Waagøe war ziemlich frei von Wolken, allein Myggenaess war bedeckt.

Der Berg ist bis zum Gipfel mit Rasen bedeckt und der Gipfel ist am Rande des Abgrundes der 2000 Fusz senkrecht ins Meer geht.

Der zweite Gipfel der von diesem durch eine Schlucht getrennt ist, ist vielleicht 200 Fusz höher.

Beim Hinabsteigen hat man sich in Acht zu nehmen, dasz man nicht ins Laufen kömt, denn dann ist es fest unmöglich sich zu halten, besonders wenn man grosze Schritte nimt, denn dann ist wenig Friction, und die Schwere gewinnt sehr leicht die Überhand. Ganz kleine Schritte und eine hüpfende Bewegung, wie beim Gallop nur viel kleiner fand ich das beste.

Am Seeufer bei Sjienden fand ich eine Menge Gänge, die wie an der ändern Seite von Tiornevig in eine Menge von Anastomosen das Gestein durchkreuzen allein dennoch eine Hauptrichtung behielten und ersichtlich eine Fortsetzung der bei Tiorneviig waren.

Etwas weiter westlich als Stacke ist eine Uhre, die eine Menge der schönsten Haarzeolithe enthält. Wir sammelten so viel als möglich und beschlossen den nächsten Tag wieder zu kommen.

Hier an der steilen Klippe sind 3 Basaltgänge 3—4 Fusz jeder mächtig die von der See bis zur Höhe hinauf zu verfolgen sind, ein ähnlicher Gang ist im Sunde bei Stacke an der Stromøe Seite zu finden. Auf der Rückreise besuchten wir eine von den vielen Holen die an der Ostküste von Stromøe nördlich von Tiorneviig sich finden. Sie ist so breit, dasz man mit Bequemlichkeit in dieselbe rudern kann und mehrere hundert Schritte tief, und etwa 50 Fusz hoch.

s. 109 Es war ziemlich spät, so dasz es im Innern fast dunkel war, und der Eindruck des schimmernden Lichts auf der Decke der die zackigen Felsen in wundervoll grotesken Formen erscheinen liesz, mit dem noch weniger deutlichen Ansehen der Seitenwände, verbunden mit dem lange verhallenden Donner den die Wellen in den innern weit entfernten Theilen der Hole machen, ist unbeschreiblich grosz aber schauervoll.

August 24. Eide.

Reise nach den Uhres. Wir wurden wirklich belohnt für unsere Mühe. P. J. *) hat mit vielem Fleisze einen gröszern Theil seines Landes angebauet. Bei seinem Antritt des Gehöftes hatte er 5 Kühe auf 6 Mark Land; jetzt hat er 12; er baute damals 5 Tonnen Gerste jährlich, jetzt hat er 15 im Durchschnitt.

Er hat mir versprochen einen Versuch zu machen Birken zu pflanzen oder vielmehr zu säen: 48 Mark Land. In sehr, in auszerordentlich, guten Jahren, wenn der Fischfang, Grindfang, Schafe und Korn wohlgelingen so kann P. J. seine Haushaltung sehr gut bestreiten mit dem was er selbst gewinnt; in schlechten Jahren rechnet er 2 Tonnen Korn (entweder selbst gebautes oder Handels Korn) für jede Person deren er 15 im Hause hat. Ich glaube Birken, Ellen, Weiden würden bis 5—600 Fusz Höhe sehr gut fortkommen, und vielleicht wären solche Stellen als der schiefe Abhang von My ling (Stromøe) oder Beineswere (Suderøe), wo nach Angabe der Leute der Wind wenig Gewalt hat, zu Versuchen mit Fichten und Birken geschickt. Der Character des Landes v. N. Stromøe und Østerøe halt das Mittel zwischen denen von S. Stromøe, Sandøe u. Suderøe, so wie Waagø und Myggenaess zu den Nordinseln. Auf den Nordinseln steigen die Berge steil hinan, zwischen den Hämmern ist eine geringe Horizontallinie bei groszer Vertikallinie, daher der Zwischenraum 1* s. 110 zwischen den Hämmern so häufig blosz mit Schutt angefüllt, daher die reissenden Bergbäche und daher die im Durchschnitte kältere Temperatur der Quellen. Auf den ändern Inseln sind die Berge bei weitem nicht so steil, der Absatz zwischen den Hämmern gröszer, flächer, daher schöne Weiden.

In N. Stromøe und Østerøe sind beide vereinigt; das Vorland ist wie in den ältern Inseln, die Gipfel wie auf den Norderinseln. Die Thalform ist überall in der Regel amphitheatralisch, allein die zweite Form des Urgebirgs Thal findet sich besonders auf Stromøe; auf Østerøe und den Nord Inseln findet diese Form sich in den Sunden.

Qualvig. 26. August.

Gestern Morgen um halb 11 verlieszen wir Eide. Paul Jensen gab uns eine Abschiedssalve. Tiorneviig liegt tief zwischen steilen Bergen die ganz nahe beim Dorfe kaum ersteiglich sind. Wir gingen nicht ins Dorf hinein. Auch hier kommen die Kalkspathgänge-Anastomosen häufig vor. Auf der westlichen Seite von Myling kommen die hohen steilen Felsenwände in groszer Vollkommenheit vor, höher als an irgend einer ändern Stelle, und etwa weiter südlich als Myling schöner als irgend wo, denn hier sind es nicht blosz nackte Wände, überall hervorspringende Spitzen, Zacken und Zinnen, daher viel Licht und Schatten und Charakter. Dazu kommen die Menge von Vögeln besonders Lunden. Wenn man etwas entfernt ist so erscheinen sie wie Sonnenstaub.

Mann sieht sie nehmlich nicht flattern wenn sie nicht von der Sonne beschienen werden, weil der Felsen ihre Farbe nicht hebt, allein wenn durch eine Kluft das Sonnenlicht fällt, so erscheinen die weissen Punkte sehr deutlich.

Die Lunde hat so kleine Flügel dasz sie mit Mühe fliegt, und eine schlechte mühsame Bewegung der Flügel hat.

Die Uhres (?) von dieser Küste sind alt und haben wenig Mineralien.

s. 111 Um i Uhr kamen wir in Saxen einem kleinen Orte, der in friihem Zeiten einen guten Hafen gehabt haben soli, allein jetzt liegt eine Sandbank vor demselben, und erlaubt besonders wenn das Wasser niedrig nicht mal ein Boot durch zu kommen.

Wahrscheinlich wird in wenig Jahren die Sandbank so wachsen, dasz nur der Strom der weiter hinaufflieszt einen Ausweg findet, und der versandete Theil des Hafens wird ein See. Ob dann Siiszwassermuscheln anstatt der Salzwasserschaalthiere sich einfinden werden?

Saxen liegt romantisch; wo die Sandbank ist, ist der Hafen sehr enge und zu beiden Seiten sind steile Felswände, die sich weiter hin erweitern. Bei Saxen fängt ein Thal an das sich bis nach Qualvig erstreckt und in seiner ganzen Ausdehnung der Cultur fähig ist. Ich machte die Tour zu Lande nach Westmannahavn. Die høchste Stelle des Weges mag 1500 Fusz hoch sein. Von Westmannahavn gingen wir noch am nehmlichen Tage nach Quivig wo wir spät Abends ankamen.

Quivig. 27. August: 1821.

Gestern Abend (Sonntag) um 8 Uhr verlieszen wir Quivig und gingen zu Boote nach dem kleinen Dorfe Skialing um von da in der Nacht den Berg zu ersteigen und Sonnenaufgang von der Höhe zu beobachten.

Die Nacht war klar allein dunkel und meine Hoffnung beim Scheine des Nordlichts hinaufzusteigen blieb unerfiillt. Wir konnten kaum 3 oder 4 Schritte vor uns sehen als wir um 3/4 auf Eins das Dorf verlieszen.

Der Weg fiihrt zuerst am westlichen Abhang des Berges hin gegen Siiden; obgleich es der Weg nach dem nächsten Bøe ist, so war er sehr rauh und unbetreten.

Im Anfange meiner Reise in Faerøe wiirde ich es nicht gewagt haben bei Nacht diesen Weg zu machen, jetzt ging es frisch vorwärts. Nach einer Stunde waren wir in Skialingbottnir angekommen; hier wurde Halt gemacht s. 112 um aus einem Torfhause Torf mit hinauf zu nehmen. Es war eine schöne sternenhelle Nacht und in dunkler grauer Ferne lag Waagøe mit dem Vorgebirge und Trollkonefinger.

Nun fingen wir an zu steigen stets am Ufer eines Baches; dies mochte wohl gleichfalls eine Stunde dauern, da waren wir über der Bottnir hinaus und zwischen Skialing und..... *) auf dem Oie. Wir füllten hier unsre Tonne mit Wasser und dann frisch weiter. Noch war es nicht viel heller geworden als damals als wir ausgangen, indessen verschwanden doch nach und nach die kleineren Sterne, und wir sahen doch die Schritte die wir auf unserm beschwerlichen Wege zu thun hatten, denn jetzt waren wir unter dem Hammer wo es Klettern galt, und obgleich es ziemlich leicht gewesen sein würde am hellen Tage, so war in der anbrechenden Morgendämmerung die Sache so schwierig, dasz selbst unsre Führer nicht unbesorgt zu sein schienen und dann und wann mit einem Fluche sich verlauten lieszen: die Nacht sei keine Zeit um Skialing zu besteigen.

Nun waren wir überm ersten Hammer, und hatten wir auf einer schwach ansteigenden Fläche eine ziemliche Strecke zu gehen. Das letzte Stück unsers Weges war einen 3—400 Fusz hohen Abhang mit Trümmer Schutt bedeckt hinanzukrichen, unter jedem Schritt rollten die Steine hinab.

Endlich hatten wir den Gipfel erstiegen, und die Sterne standen noch am Himmel. Nun sollte Feuer angemacht werden, allein der Schwamm wollte nicht zünden und die Schwefelstecken nicht brennen. Ein eiskalter Wind wehte, das Thermometer stand 30 F. unterm Gefrierpunkte, und die sandige, gruszige Fläche war mit 3A Zoll dickem Eis belegt.

Die Sonne ging auf nach meiner Uhr um 4,56’ a. m. s. 113 allein unglücklicher Weise hatte sich eine Wolkenbank am Horizont gelagert und raubte dem Anblick einen Theil seiner Schönheit; allein dennoch war der Anblick erhaben und als die Sonne nach einiger Zeit anfing die Berge in Westen zu bescheinen und ihre Gipfel zu vergolden während im Osten noch alles dunkel, als die unzähligen Zinnen und Zacken und die wunderbaren Gestalten der Hügel anfingen sich aus dem Halbdunkel zu heben, da erschien es als ob es eine neue Schöpfung sei, als ob aus einer chaotischen Masse die einzelnen Berge sich erhoben. Da lagen die Norder Inseln:

Køungefiall mit seinen Scar, Haafiall, Malesund Willingedahlfiall und rund herum wo eine Küste vom Meere bespült war hob sich ein zinniger Gipfel.

In dieser Rücksicht ist eine Aussicht den hohen Bergen Faerøes wohl einzig in ihrer Art.

Das Eis auf dem Gipfel war durchaus faszrig in seiner Textur, es bildet eine Schicht die unmittelbar über dem Grus lag, und nur selten lagen kleine Steine in demselben oder auf demselben.

Das Moos war bereift, allein nicht mit Eis bedeckt. Dies beweiszt deutlich dasz das Eis auf dem Gipfel von Skialing durch eine eigentümliche Wärmeausstrahlung gebildet sein müsste. Der vorhergehende Tag war warm und schön gewesen, die Nacht schön sternenklar, daher viel strahlende Wärme von den Pflanzen. Der Reif auf dem Moose und den wenigen ändern Pflanzen die oben wuchsen war deutlich ein direcktes Produckt der strahlenden Wärme, es war gefrorner Thau und gänzlich aus der Atmosphäre, allein das Eis im Gruse, das faszrige Eis war durchaus verschiedener Enstehung. Warum fand sich sonst nicht auf oder zwischen dem Moose eine solche Eisschicht warum nur dort eine geringe Masse von Reif? Die Umstände sind gänzlich verschieden. 3 oder 6 Tage vorher hatte es geregnet, der Boden war in der Tiefe noch feucht, und durch die warme Luft und die Sonne erwärmt fand eine beständige Ausdünstung statt.

s. 114 Da der einmal erwärmte Boden durch die Kälte einer Nacht seine Temperatur nicht verliehren konnte, so muszte diese Ausdünstung gleichfalls des Nachts vor sich gehen, allein der Dampf muszte gefrieren indem er an die obere Grusschicht kam.

Ganz anders war es im Moose, denn dieses verhindert die Erwärmung des Bodens dem es 4—5 Zoll dick bedeckt, es selbst wird oben schnell ausgetrocknet, es konnte also keine Verdampfung statt finden. Dazu kömt dasz besonders sublimirende Körper geneigt sind die faszerige Form anzunehmen, als Schwefel, Salmiak, Calomel, kohlensaures Ammoniak &c.

Dies giebt ein intressantes Maas der Verdunstung, die ungemein bedeutend sein musz, denn gesetzt die Temperatur wäre um 11 Uhr bis auf o hinabgesunken so war in der Zeit bis 5, die ganze Masse Eis verdunstet, die wir sehr gut zu */2 Zoll Wasser anschlagen können, also wenn die Verdunstung so fort geht, während 24 Stunden 2 Zoll. Dies ist weiter zu verfolgen.

Wir stiegen den nehmlichen Weg wieder hinunter den wir hinaufgekommen bis zum Oie, von da gingen wir gegen W. Hier fängt zuerst das merkwürdiges Lager von groszkörnigem Grünstein an. Es füllt den obern Theil des Thals zwischen Sumbfiall, Skialing und Miafiall, und ist in seiner Berührung mit den darüber liegenden Trappschichten sehr deutlich zu beobachten.

Der säulige Grünstein wird feinkörnig, allein weder er noch der Porphyr scheint die geringste wahre Verandrung zu erleiden. Seine Beständigkeit und Schwerverwitterbarkeit giebt hier ein eigenes Ansehen, denn während der Porphyr der in allen seinen Nebenbildungen eine körnige Absondrung hat, mehr oder weniger deutlich, (oft im frischen Gestein gar nicht zu beobachten, und dann erst in verwitterndem bemerkbar) so hat dieser auszer der säuligen gar keine Absondrung in kleinen.

Der Porphyr mit aller seiner Nebenbildung zerfällt da- s. 115 her, wenn er auch an manchen Orten nicht chemisch verwittert, und bildet daher entweder Thon, oder Grusz, oder lose Steine, und daher sind die Gipfel in der Regel mit runden Steinen und Grusz, die Abhänge mit Rasen bedeckt , und nur in den Hämmern steht das Gestein frei hervor.

Allein dieser Grünstein wiedersteht der chemischen Einwirkung der Athmosphäre so sehr dasz die Verwittrung kaum V20 Zoll in die Masse eindrängt und sein Sammenhalt ist so dasz er wohl grosze Steinblöcke allein nicht Grusz und Sand bildet, und daher nur selten zerfallt.

Diese ganze Oie ist mit den grauen Köpfen von Säulen wie gepflastert, und wenig Vegetation hat sich dazwischen einmisten können.

An der N. O. Seite von Skialing und zwischen demselben und Mialfiall findet es sich wieder entblöszt und besonders an der Skialing Seite des Thals zwischen Leinumfiall und Skialing, (der bewölkte Berg, von at skya: mit Wolken beziehen, bedecken).

Hier sieht man die Sammensetzung des Lagers deutlich; die einzelnen Säulen sind nehmlich in grosze Säulen von 50—100 Fusz Durchmesser gruppiert, und diese haben eine schaalige Absondrung, und eliptische Oberfläche, wodurch die merkwürdige eliptische Gruppierung dieses Gesteins erklärt wird.

[Vid. Selsk. Skr. M-n. II, 1824. Tab. IIII Fig. VIIII].

Dieser grobkörnige Grünstein scheint Hornblende anstatt des Augits zu enthalten.

Ausdehnung dieses Grünsteinlagers: der nördlichste Punkt wo es sich finden möchte ist Leinumfiall dessen Gipfel es auszumachen scheint. An der östlichen Seite ist seine Continuität durch das Thal das von Collefiord nach Leinum führt (NB. nicht das Thal von Leinum vatn) unterbrochen, es bildet indessen einen Theil der Oberfläche des erwehnten Thals. Die zweite höchste Stelle ist Mialsumfial dessen Gipfel es abermals ausmacht, und die s. 116 dritte ist Nigwa dessen Gipfel gleichfalls daraus besteht. Die Höhe dieser 3 Punkte mag sich nahe an 2000 Fusz belaufen; diese drei Punkte scheinen die Überreste der ehemaligen Gränze dieses höchst merkwürdigen Bassins zu sein; überall wo man es von diesen Punkten beobachten kann, findet man dasz es schnell fällt im Anfänge, am Ende viel langsamer, und zuletzt eine Conformität mit dem regelmäszigen Trapp annimt. Überhaupt erscheint dies Basaltlager als ein Versuch ein Bassin zu bilden, ob die eine Hälfte weggerissen ist oder nimmer existirte ist jetzt unmöglich auszumachen. Zwischen dem Sumbfiall und Skialing ist dessen Oberfläche 1350 Fusz hoch, zwischen Leinumfiall und Skialing an einem kleinen Wasser dicht unter Skialing 1000 Fusz. Im ganzen folgt es einem Gesetze obgleich es beim ersten Anblick nicht so erscheint; am niedrigsten mochte es wohl dicht neben Dorf Skialing und etwas Süd von Skialingbotnir erscheinen.

An Ort und Stelle aufgeschriebene Beobachtungen.

Oberhalb Stien (zwischen Sumfiall und Skialing). Hier Basalt in Contact mit Porphyr. Der Porphyr grobkörnig abgesondert, der Basalt stänglich. Der Basalt fällt gegen W. die regelmäszigen Lager gegen Ost. Es ist der nehmlichen Basalt als zu Leinumfiall den Bestandtheilen nach, und findet sich hier so hoch als B. 28,886.

An der N. Seite von Mialsumfiall steigt der Basalt ins Thal gegen Oreringe hinab, und wird durch einen kleinen Bach abgeschnitten, an dessen anderm Ufer gegen W. in der nehmlichen Höhe sich Porphyr findet. —

Höher hinauf erscheint der Basalt dem Anschein nach bald als Lager bald als Gang und scheint zuweilen durch die regelmäszigen Trappberge ganz abgeschnitten zu werden. Er steigt im Zickzack d. Mialfiall hinauf und scheint den Gipfel auszumachen.

In einem Bache am N. Fusz von Skialing sieht man den Basalt, dem Porphyr aufliegend allein ohne ihn zu verändern.

s. 117 Quivig. Dienstag. 28. August.

Wie wir von Skialing zurückkamen hatten wir weder Kräfte noch Lust zu neuen Touren für den Tag. Ich hatte meinen Fusz gestoszen, und konnte nicht gehen. Diesen Morgen machten wir uns auf nach dem Lager, der die edlen Opale enthält. Der Weg führt bei Leinumvatn in dem hübschen Kollefiordthale hin bis zum zweiten See, wo man das Thal kreutzt und dann Odnadalsfiall hinansteigt.

Die Opale kommen hier in einem Porphyrlager eingesprengt, allein ziemlich häufig vor. Das eigentliche Lager mag vielleicht 20 Fusz mächtig sein, allein der Streifen in demselben der die edlen Opale enthält und der mit der Schichtung parallel geht mochte hier wohl nicht mehr als 4 Fusz mächtig sein an der S. W. Seite. Er ist etwa 2000 Fusz hoch. Die Opale sind mandelsteinartig, allein füllen die Hölungen in der Regel gänzlich aus, die Hyalitvarietät ist daher selten, obgleich die hiesigen Opale dem Hyalit viel naher sind als die ungarischen. Hier finden sich der spielende, der wasserhelle, lichtrothe und braunrothe.

Erbsengrosse Stücke sind die häufigsten, gröszere schon seltner und wegen seiner groszen Zersprengbarkeit schwierig aus dem Gestein herauszuarbeiten.

An der N. O. Seite gegen Thorsviig gekehrt ist das Opalführende Lager etwas dicker, allein die Opale nicht so wasserhell.

Die edlen spielenden scheinen mehr an der Oberfläche vorzukommen.

Odnadalstind ist schwierig zu besteigen; ehe wir hinaufkamen, sagte der Mann, waren nur 9 Menschen oben gewesen. Er ist etwa 2350 Fusz hoch. Auch von hier hat man eine schöne Aussicht über die ßergmassen.

Es scheint als ob Slattaratind oder Gaasefelstind, beide auf Østerøe, die höchsten waren.

Auffallend sind die Ströhmungen in der Luft zwischen s. 118 diesen Bergen der das messen derselben sehr schwierig machen. Um i 1/2 Uhr war das Thermometer auf dem Gipfel von Odnadalstind 43, etwa 300FUSZ tiefer um 21/2 p. m. war es 41, und einige 100 Fusz tiefer war es sehr warm.

Quivig. August 30.

Gestern benutzten wir den Tag um einige Mineralien um dem Hause von Quivig zu suchen. Diesen Morgen segelten wir zuerst an dem Ufer von Stromøe gegen N. dann kehrten wir an dem von Waagøe zurück.

Ganz südlich an der Küste von Waagøe ist eine Stelle die uns einen Theil gute Mineralien lieferte.

Thorshavn. Septbr. 1.

Gestern Morgen gingen wir von Quivig zu Boot nach Welbestad, und von da nach Kirkebøe nach Thorshavn. An einem südlichen Punkt dicht vor dem Eingang zu Nordredale endigt das Grünsteinslager; nachdem es eine lange Zeit regelmäszig conform mit der Schichtung gegangen hat, steigt es plötzlich durch dieselbe hindurch und schneidet sie unter einem Winkel von 10°.

[Vid. Selsk. m. n. Skr. II. 1824. Tab. IV. Fig. VIII].

Es ist auffallend dasz die Säulen stets senkrecht auf die Basis stehen, und dies scheint durch die ganze unregelmäszige Formation hindurch zu gehen, denn in den senkrechten Gängen liegen die Säulen horizontal.

6. September.

Gestern Abend hatten wir das erste grosze Nordlicht. Schon einige Abende früher hatten wir einen schwachen Schein am Himmel bemerkt, allein waren wir unsicher ob es wirkliches Nordlicht sei, da die Erscheinung uns unbekannt war.

Derselbe weiszliche Schein zeigte sich auch hier am Horizont allein gegen 8 Uhr fing er an bestirnte Formen anzunehmen, sich in Streifen zu bilden die zuerst in man- s. 119 nigfaltigen Richtungen den Himmel überzogen, die Bewegung langsam und mehr gleich dem Erscheinen und Verschwinden einer Wolke an einem Berggipfel, die Farbe licht weisz mit sehr wenigem Gelb. Aus diesen Streifen bildete sich zuletzt ein Bogen, der nicht vollkommen in den Zenith hinaufging, allein etwa einen Bogen des Horizonts von 1200—140° umschlieszen mochte.

Dieser Bogen ist eine der schönsten Erscheinungen beim Nordlichte, und übersteigt an Pracht den Regenbogen bei weitem. Der Glanz des Lichts ist so stark als der des Mondes in dem Anfänge des Zunehmens, die Breite des Bogens war etwa 5 °. Der Bogen verschwand und am seinem höchsten Punkte fing eine Strahlenkrone an sich zu bilden.

Die Höhe derselben mochte etwa 700 sein, die Formen alle zackig wie das ganze ungemein gleich einer Krystallisation, die Farbe grün (Grün des Regenbogens, unter dem materiellen Farben dem Smaragd am ähnlichsten), roth (zwischen rosenroth und carmosin) und gelb (Schwefelgelb). Die Farben erscheinen in ihrer vollen Pracht im Augenblick des Verschwindens.

Nach einigen Minuten hatte dies Licht sich aufgelöszt, und am Horizonte erschienen nur einzelne lichtende Massen begränzt von schwarzen Wolken, diese waren O. n. W. und O.N.O. n. W.N.W., bald bildeten sich von dort aus neue Bögen, allein weniger vollkommen als der erste, allein bald sammelte sich alles im Zenith, und bildete nun die schönste Strahlenkrone und überhaupt das schönste Schauspiel das jemals meine Augen gesehen.

Der Wechsel der Farben und Formen war so schnell, dasz wenn auch das Auge ihm folgen konnte, im Geiste kein Eindruck zurück blieb. Die Formen stets zackig, die Farben wie die frühem nur viel lebhafter, und besonders so bei [?] verschiedenen Zacken, grün war das letzte Licht dann. Das ganze mochte im Zenith einen etwas unregelmäszigen Kreis ausfüllen dessen Radius zu der halben Himmelkugel wie 1 : 20.

s. 120 Nach etwa 5 Minuten war es verschwunden, und da während dieser Zeit der Himmel sich ganz aufgeklärt hatte, so erschien nun die zweite Art des Nordlichts, die ich wegen seiner lichten Farbe und geringer leuchtenden Kraft durchsichtiges Nordlicht nennen will.

Es unterscheidet sich wahrscheinlich von dem ändern nur dem Grade nach, allein es nimt keine so bestirnte Form an, es erscheint als ein Schleier, ewig wechselnd, allein fast formlos. Man kann die gröszeren Sterne durch dasselbe sehen, und sein Licht gleicht dem der Milchstrasze. Dies dauerte bis eins und war wie ich zu Bette ging nicht vorbei.

Eine sehr auffallende Erscheinung sind die Oscillationen des Barometers conform den Oscillationen des Nordlichts. Ich kann auf diese Beobachtungen mich verlassen, da der Stand des Nordlicht niedergeschrieben wurde ehe der B. beobachtet war.

Während des stärksten Scheins der Corona glaubte ich das Nordlicht zu hören wie wenn ein Körper mit groszer Schnelligkeit bewegt wird.

Alle Leute ohne Ausnahme in Shettland und auf Faerøe sind sich einig, dasz das Nordlicht, wenn es recht stark ist, einen Laut von sich giebt den die mehrsten mit dem ihnen nächsten Bilde vom Schwingen der Flügel eines Vogels vergleichen. 2 oder 3 habe ich indessen getroffen die es nicht gehört hatten. Dies sind Leute aus allen Ständen, und diese so grosze Übereinstimmung verdient hohen Glauben wenn überhaupt ein Zeuge was hier gelten soll. Wenn das Nordlicht in N. steht und hoch hinauf geht dann pflegt N. Wind, Frost und Sturm zu folgen; wenn O. u. W. dann Südwind Regen, sagt man in Faerøen und die Erfahrung von heute hat es bewiesen.

17. September. Reise nach Østerøe.

Verlassen Thorshavn 10 Uhr Morgen. 11 1/2 Uhr Naess. Wir machten dann eine Tour nach Ridevig, einem sehr hübschen allein noch unbebauten Thal.

s. 121 Auf dem Wege dahin geht man bei Toftevatn vorbei, einem der gröszten Landseen auf Faerøe. Das Gestein hier überall Porphyr mit seinen untergeordneten Bildungen. An dem Seeufer bei Ridevig kömt eine höchst merkwürdige Basaltbildung vor. Auf einem Lager von rothem Mandelstein voller Chabasie liegt eine Masse von einem wenig porphyritischen Basalt. Sie erstrecht sich in einer etwas gekrümten Lage von WNW. gegen OSO. Ihre untere Fläche liegt conform der Schichtung des Mandelsteins und überhaupt conform der Schichtung des Traps in diesem Theil von Faerøe. Ihre obre Fläche liegt conform der Horizontalfläche. An ihrem östlichen Ende, wo sie daher am dichsten ist, sind die Dimensionen:

Höhe 38 Zoll, Breite 126 Zoll und hat die Form wie sie in Figur [IIII a] vorgestellt ist.

[Vid. Selsk. Skr. IV. R. 2. Bd. 1824. Tab. II.]

Ihre Länge ist 16 Schritte (etwa 34 Fusz), am westlichen Ende ist sie kaum 6 Zoll dick und scheint sich in eine regelmäszig geschichtete Basaltmasse zu verlieren, jedoch ist hier der Rasen im Wege für die genauere Untersuchung.

Das Ende ist auf die gewöhnliche Weise des mässigen Basalts in rundlichen Linien abgesondert, allein die Endigung ist nicht ursprünglich, sondern das Meer hat einen Theil weggespült.

Die Oberfläche [Fig. Nr. IIII b] ist rissig und regelmäszig, sie ist die natürliche Absondrung. Gegen die Oberfläche ist die Masse etwas mehr oxydirt, und diese Oxydation des Eisens dringt bis 1 Zoll tief in die Masse ein.

Der andre Theil des Lagers dem diese Basalt anzugehören scheint ist weggespühlt. Es erscheint eigentlich diese Masse als ein groszes Exemplar der Lavaähnlichen Masse die so häufig ist.

Dieser Basaltporphyr scheint der regelmäszigen Formation anzugehören, und es ist eine äuszerst merkwürdige Sache, dasz seine obre Fläche conform mit der Horizontal- s. 122 ebene liegt, woraus zu folgen scheint dasz die Richtung der Schweere damals die nehmliche war als jetzt, und dasz die geneigte Schichtung des hieszigen Trapps einer ändern Ursache zuzuschreiben sei.

18. September. Naess.

Tour nach Eavurvig. Eavurvig (Eidervögelvig) ist eine kleine gleichfalls unbebaute Bucht, die sich durch ihren Reichthum an trefflichem Torf auszeichnete. Hier findet sich ein Lager von Chabasie-Mandelstein, das an seinem obern Theil, wo es mit dem darüberliegenden Basalt in Verbindung steht, merkwürdige Masse enthalt. Diese sind nehmlich ein compackter Porphyr. Bald liegt er als ein Conglomerat in dem Mandelstein, dann sind die Massen deutlich unterschieden von demselben, stets mit schlacki ger Oberfläche, bald sind es Gänge die folgende Form annehmen [Tegning af uregelmæssige Gange med varierende Mægtighed] so dasz man deutlich sieht conglomeratartige Massen und Gänge sind von der nehmlichen Art und gänzlich verschieden von dem sie enthaltenden Gestein. Sie gehen nur bis etwa 2 Fusz tief in das untre Gestein hinab, und scheinen mit dem obern in Verbindung zu stehen.

19. Septbr.

Reise nach Lambaviig, Salmundi, Giøthe. Zu Boot nach Lambaeide. Die Ufer des groszen Fiords der sich von Naess bis hinauf nach Scalebottn zieht sind wohl die am mehrsten bebaute Stelle auf Faerøe (einzelne Theile von Suderøe ausgenommen) und die Fahrt längs dem Ufer ist an einem so schönen Tag als heute reitzend. Die Ruhe des Fiords, die grünen Ufer mit hin und wieder zerstreuten Häusern, und dann zu beiden Seiten die mächtigen Felsen machen einen herrlichen Eindruck.

Lambaviig war in frühem Zeiten seiner Chalcedone wegen berühmt, jetzt fanden wir wenig an der Stelle wo s. 123 wir die besten finden sollten. Wir kehrten dann zurück nach Lamhave und gingen von da nach Salmonde.

Beim Sysselmann Wighe bekamen wir ein Boot und gingen dann nach Göthe Eide, und von danach Süder Geothe. Es war ziemlich spät und wir muszten in Gothe bleiben.

Das Thal von Lamhave ist zwischen hohen Felsen eingeschlossen. Während 4 Monate ist keine Sonne dort zu sehen, allein man hat nicht beobachtet, dasz die Sonne jetzt früher wieder erscheine als sonst. Obgleich enge scheint das Thal fruchtbar. Wenn die Einwohner der N. Inseln auf ihre Reise nach Thorshavn durch widrige Winde verhindert werden um Miavenaes zu segeln, so ziehen sie dieselben [die Boote] über Götheeide, 400 Fusz hoch und 3/s dänische Meilen weit.

In Göthe hatte man angefangen Korn abzuschneiden.

20. September.

Reise nach Warmakelda, Fuglefiord, Andafiord, Funding.

Früh um 6 Uhr waren wir auf und bald nach 7 Uhr auf den Weg nach Norder Göthe; der Morgen war frisch und schön, die Hügel alle klar. In N. Göthe liesz man uns lange warten; endlich waren die 4 Leute gesammelt und wir gingen fort. Eine grosze Strecke des Thals zwischen N. Göthe und Fuglefiord könnte angebauet werden, und wird es hoffentlich mit der Zeit werden. Ein äuszerst wichtiger Schritt dazu würde eine Eintheilung des Landes in Thalweide und Bergweide sein, zu ersterer eine Weide bis 500 Fusz Höhe, und für dieselbe die Freiheit für einen jeden einzelnen sein Stück abgetheilt zu bekommen, da dann seine Schafe im Sommer auf der Hauptweide gehen könnten, allein im Winter nur in seinem Theil der Thalheide.

Warmakilda.

Diese berühmte Quelle liegt am nördlichen Abhange s. 124 des Gebirges gegen den Fuglefiord 30 Fusz überm Meeresufer. Sie sprudelt zwischen einer vom Torf verwitterten Porphyrschicht, und dem festen Gestein hervor, und flieszt sehr stark. Ihre Temperatur war als wir sie besuchten 65,5 F. Die Temperatur der Luft war 46° F. Nahe bei der Quelle ist eine breite Platteform durch den Mandelstein gebildet, und auf demselben tanzen die jungen Leute, die sich am alten Johannistag *) hier versammeln. In frühem Zeiten war es eine Wallfahrtstatte für das ganze Land, und von allen Theilen desselben strömten die Leute zur Quelle. Die Gegend ist sehr einladend.

Fundingsfiord mit einem Theil von Kalsøefiord erscheint als ein Landsee überall umgeben von kühnen mächtigen Gebirgen, besonders erscheinen die von Kalsøe wild die sich sehr steil aus dem Meere heben, und auf den Absätzen zwischen den Hämmern eine Masse Schutt und Trümmer aufgehäuft haben. Links ist der Meerbusen nach dem Dorfe Fuglefiord und die Abhänge an demselben freundlicher allein alles mit hohen Bergen umschlossen und abgeschlossen von der übrigen Welt.

Das Gestein um die Quelle ist nicht verschieden von den übrigen Gesteinen. Um die Quelle: Chabasie-Mandelstein, einige 100 Schritte höher hinauf Porphyr. Etwa 1000 Schritte gegen O von der Quelle findet sich das Lavaähnliche Ansehen an der Oberfläche des Gesteins, und dabei ein Gang mit porphyritischem Basalt der in seiner Fortsetzung etwa 400FUSZ hinter der warmen Quelle fallen würde. Im Mandelstein finden sich Stilbit, Haarzeolith, Chabasie, Apophyllit.

Fuglefiord hat sehr gutes Land.

Auf dem Wege zwischen Fuglefiord und Andafiord beobachtete ich die Schichtung die hier O.N.O. zu O. ist. Zu Andafiord liegt der merkwürdige Rockesteen. Nach Angabe der Leute liegt er bei hohem Wasserstande an der s. 125 tiefsten Stelle 7 Fusz unter Wasser. Er ist 1 Faden über Wasser, 3 Faden lang und 2 Faden breit. Seine Bewegung war bei dem stillen Wetter 1 Zoll, die man am besten beobachtet wenn man ein Ruder gegen denselben legt.

Ich ging zu Fusz von Andafiord nach Eldeviig; der Weg war beschwerlich, und bei dem durch Regen schlüpfrigen Grasze gefährlich.

21. Septbr.

Reise nach Gioug und Eide.

Funding hat sehr guten Kornbau. Von Funding segelten wir nach Gioug. Dies Dorf hat einen trefflichen Hafen in einer Bergspalte, die von der See ausgearbeitet ist, allein vor einigen Jahren stürzte ein Theil der Wand ein, und es macht dasz jetzt die Brandung viel stärker ist, als damals. Auf dem Wege von Gioug nach Eide besuchten wir einige Uhren die reich zu sein scheinen, allein muszten sie der Brandung wegen verlassen. Die Landung bei Mölen beschwerlich.

Das Korn zu Gioug stand bis zu 30 Fusz unter der groszten Höhe ganz vortrefflich, so gut als an irgend einer Stelle auf Faerøe. Eine 12-faltige Erndte rechnet man nicht besonders gut, 16—20 sind gar nicht selten.

In Funding versicherte man mich dasz man einen groszen Vortheil darin fände früh zu sähen.

Am Seeufer zwischen Gioug und Mölen stürzt ein Bach, der Regvagiil, eine Höhe von 800 Fusz hinab: wenige Tropfen reichten die See.

Vor 2 Jahren (Winter 1819-20?) stürzten hier 2 Uhren, eine zwischen Neujahr und 3 Könige, 1 zwischen Neujahr und Kindelmisse. Konnte ein Erdbeben daran Schuld sein? 2*